forscher04

Hier gibt es keinen Blumentopf zu gewinnen.


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Andalusien

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Rolf Lappert: Nach Hause schwimmen

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© DTV 2010

Wilbur ist der tragische Held dieses Romans. Klein, schmächtig und ohne Eltern aufgewachsen, schlägt er sich mehr durchs Leben als wirklich zu leben. Dabei hat er vor Vielem Angst. Am meisten davor, zu ertrinken. Das führt so weit, dass er immer einen Strohhalm dabei hat und seinen Kaffe mit einem Löffel trinkt.

Die Kapitel wechseln zwischen den Zeitebenen, zwischen Amerika und Irland. Man begleitet Wilbur als jungen Erwachsenen durch New York, wo er in einem Hotel für alte Männer lebt und arbeitet. Rückblenden erzählen die Geschichte ab Wilburs Geburt, bei der seine Mutter stirbt. Die Zeitebenen nähern sich im Verlauf des Romans immer mehr an, bis man schließlich im Jetzt landet. Wilbur erträgt Schicksalsschläge, aber er begegnet auch Menschen, die es gut mit ihm meinen und ihn an die Hand nehmen. In teils verzweifelenden, seltsamen, aber auch komischen Episoden lernt Wilbur langsam, zu leben. Bis zum Ende bleibt man beim Lesen erwartungsvoll, ob er es schließlich schafft, nach Hause zu schwimmen.


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Deftones – Koi No Yokan

© Deftones / Reprised Records / WarnerDie Deftones sind seit Jahren eine feste Instanz in alternativ-metallischen Gefilden. Eine der wenigen Bands, die den „New Metal“-Boom Ende der 90ger überlebt haben. Das liegt wohl daran, dass sie einen eigenen, authentischen Stil gefunden haben, der die einst wütenden musikalischen Ausbrüche in atmosphärische Energieentladungen kanalisiert – und das mit sehr viel Tiefgang. Seit jeher findet man auf den Alben der Deftones kleine musikalische Kunstwerke. Live ist die Band sowieso eine Macht.

Das aktuelle Album Koi No Yokan (2012) erschließt sich mir im positiven Sinne als eine Art „Best of“ aus den letzten drei Alben Diamond Eyes (2010),  Saturday Night Wrist (2006) und Deftones (2003). Jedoch reifer und überraschender zugleich.

Der klare Überflieger auf Koi No Yokan ist der Song Leathers. Er hebt den treibenden Rhytmus von Kimdracula (Song 11 auf „Saturday Nigth Wrist“) auf die nächste Ebene – Gänsehautstimmung ist hier vorprogrammiert.

Nicht alle Songs überzeugen. Trotz massiv groovender Schlagzeug-Beats in „Graphic Nature“, als auch wahnsinnigen, morbide anmutenden Störsignalen in „Gauze“ und leider fettem Gitarrenriff in der Strophe von „Goon Squad“ langweilt der Gesang von Chino Moreno bisweilen.

Lieblinge *** 02 Romantic Dreams, 03 Leathers, 04 Poltergeist, 09 Rosemary, 11 What happend to you?

Alles in allem ein wundervolles Album mit schönem Cover, passend zum Konzept.


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Jackie Brown – Soundtrack (a Quentin Tarantino film)

Jackie_Brownmusic from the miramax motion picture

Tarantino succeeds in finding the perfect match between the rhytm of his movies and its background music. The music simply triggers the movie’s interaction in the right way.

For sure the soundtrack is to be highlighted, but also the film in general. Without severe brutality – as known from other Tarantino output – the movie attracts by its storyline. Pam Grier alias Jackie Brown is a stewardess trying to aument her earnings by helping a weapon dealer (Samuel L. Jackson alias Ordell Robie) to transfer money across the borders of the US.

Finally, she got caught by customs and strategy had to change. Henceforward the movie develops an exciting cat-and-mouse game involving half a million dollar and a bunch of crooks. Who is screwed is left to the end.

favorites *** 01 Across 110th Street – Bobby Womack, 06 Tennessee Stud – Johnny Cash, 13 Midnight Confessions – The Grass Roots


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Kristof Magnusson: Das war ich nicht

© 2010 UNO Werbeagentur

© 2010 UNO Werbeagentur

Drei Menschen, drei Leben, die sich kreuzen. Anfangs fragt man sich, wie diese drei unterschiedlichen Personen miteinander verwoben sein sollen: Meike, Übersetzerin, bricht aus ihrem gewohnten Leben aus und macht das, wovon alle ihre Freunde nur philosophieren: sie verlässt die Stadt und kauft sich ein Haus auf dem Land. Jasper, Banker in einer großen Investmentbank, der nur für seine Karriere arbeitet und sonst kein Privatleben hat. Und Henry, Schriftsteller, der keine Zeile mehr schreibt, obwohl alle auf seinen angekündigten Roman warten.

Die drei begegnen sich in Chicago und versuchen, ihrem Leben eine neuen Schub zu geben. Jedes Kapitel erzählt abwechselnd ein Stück der Geschichte aus Sicht von Meike, Jasper oder Henry. Dadurch verläuft die Handlung schnell und wird nicht langweilig. Man kann sich gut in die Einzelschicksale hineinversetzen, die in eine komische Abhängigkeit geraten. Unterhaltsam und nett zu lesen!